Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Wir sind umgezogen…

Die Internetpräsenz des Arbeitskreises kritische Europaforschung ist umgezogen und zwar auf den Server der Assoziation kritische Gesellschaftsforschung. Ab sofort findet ihr uns unter http://www.ake.akg-online.org. Für eine Übergangszeit wird dieser Blog noch einige Zeit bestehen bleiben.

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Forschungsgruppe: „Staatsprojekt Europa“: Kämpfe um Migrationspolitik

Theorie, Methode und Analysen kritischer Europaforschung
Januar 2014, 304 Seiten, kart., 24,99 €, ISBN 978-3-8376-2402-1
Leseprobe und das Inhaltsverzeichnis

Die Europäische Union ist kein neuer Staat. Sie ist fragmentiert, umkämpft, voll innerer Widersprüche. In wenigen Bereichen wird dies so deutlich wie im europäischen Grenzregime. Dieser Band versammelt die Ergebnisse einer intensiven vierjährigen Forschungsarbeit. Ausgehend von aktuellen Debatten materialistischer Staatstheorie und kritischer Europaforschung untersuchen die Beiträge mit der Methode der »historisch-materia-
listischen Politikanalyse« die Kämpfe um europäische Migrationspolitik. Im Mittelpunkt stehen dabei Konflikte in Deutschland, Spanien und Großbritannien sowie Auseinandersetzungen über zentrale Projekte der EU-Migrationspolitik: Blue Card, Frontex und Dublin II.

Die DFG-geförderte Forschungsgruppe »Staatsprojekt Europa« arbeitete von 2009 bis 2013 zur »Transnationalisierung des Staates im Prozess der Herausbildung einer gemeinsamen europäischen Migrationskontrollpolitik« am Frankfurter Institut für Sozialforschung und an der Universität Marburg.

Das Inhaltsverzeichnis des Buches sowie die Einleitung können hier kostenlos eigesehen werden.

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Axel Gehring: Primat der Ordnung: Die Europäische Union und die türkische Juni-Revolte

in: Infobrief Türkei. Informationsbrief für Politik und Gesellschaft

Der jüngste Fortschrittsbericht der EU-Kommission ist insgesamt positiver ausgefallen, als derjenige des letzten Jahres und lobt „Fortschritte im Bereich der Justiz, Grundrechte und Sicherheit“. Jene Passagen, die sich auf die Gezi-Ereignisse beziehen, identifizieren eine Reihe von Ereignissen „bei denen es zu Gewalt kam“, sowie „übermäßige Härte“ durch die Polizei. Sie vermeiden es, die systematische Niederschlagung der Gezi-Revolte durch die türkische Regierung deutlich zu benennen. Solche Deutungen der Ereignisse hat es auch innerhalb der AKP gegeben. Eine kritische Rekonstruktion der EU-Türkei-Beziehungen hilft, diese Gemeinsamkeiten in der Bewertung der Causa Gezi zu verstehen.

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Etienne Schneider: Krisenkosten zurückdrängen! Das europäische Krisenregime

in LuXemburg. Gesellschaftsanalyse und linke Praxis.

Die Krise in Europa zieht immer weitere Kreise. Mit der Zypernkrise entstand ein neuer Krisenherd, ein weiterer räumlicher Verdichtungspunkt der Widersprüche eines krisengeschüttelten Kapitalismus. Schon fast gewohnheitsmäßig schaltete sich die Troika aus Europäischer Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfond (IWF) ein, um wie in Irland, Portugal und Griechenland Sparauflagen und Austeritätspolitik zu diktieren. Auch die Einberufung eines Sondergipfels der EU-Finanzminister hatte bereits Routinecharakter. Also alles nur ‚same shit, different time‘?
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Nikolai Huke/ Felix Syrovatka: Sparen für die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Kapitals. Autoritäre Austeritätspolitik in der Eurokrise

In: analyse & kritik 582

Als am 15.03.2013 die europäischen Staats- und Regierungschefs nach einem zweitägigen Gipfel in Brüssel vor die Presse traten, hatten sie wenig zu verkünden. Keine konkreten Beschlüsse und auch keine neuen Vereinbarungen Hinter den verschlossenen Türen wurde jedoch über den Pakt für Wettbewerbsfähigkeit verhandelt, dessen Grundzüge die deutsche Kanzlerin schon auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos skizziert hatte. Dieser soll nach den Wünschen der deutschen Bundesregierung, ähnlich wie der Fiskalpakt, abseits des europäischen Rechts als völkerrechtlicher Vertrag zwischen den Mitgliedsländern und der Europäischen Kommission geschlossen werden. (mehr…)

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